Trotz der derzeitigen Wirtschaftslage und der Zurückhaltung bei den Mitbewerbern auf dem Kreditsektor kündigte die Commerzbank schon vor dem Beginn des so genannten Konjunkturgipfel im Kanzleramt in Berlin über ihren Chef an, man wolle in den kommenden Monaten noch stärker Kredite für den deutschen Mittelstand bereitstellen.
Und das, obwohl die Bank auch weiterhin mit Verlusten in den eigenen Bilanzen zu kämpfen hat. Commerzbank-Chef Martin Blessing bestätigte, dass das Bankenhaus ein weiteres, neues Kreditprogramm auf die Beinen stellen ab Januar 2010.
Mit diesem speziellen Angebot sollen gezielt die Unternehmen angesprochen werden, die jährlich Umsätze in einer Größenordnung zwischen mindestens 2,5 und maximal 500 Millionen Euro erzielen.
Mit dieser Maßnahme will die zweigrößte deutsche Privatbank (die derzeit über einen beträchtlichen Anteil von einem Viertel unter staatlicher Obhut steht) der Versorgungspflicht der Banken nachkommen. Die Bank will selbst in ähnlicher Form wie die Bundesregierung einen Mediator berufen, der bei strittigen Krediten vermitteln soll.
Anders als bisher sollen bei der Kreditvergabe nicht mehr ausschließlich Ergebnisse aus der Vergangenheit berücksichtigt werden, vielmehr will die Commerzbank zunehmend auf die individuellen mittelfristigen Unternehmensprognosen und –Perspektiven vertrauen bei der Bewilligung von Darlehen an die Untenehmen.
Damit setzt die Commerzbank nun bereits erste Dinge um, die Bundeskanzlerin Merkel den Vertretern der Banken bei den Gesprächen ohnehin nahe legen wollte. Weitere Finanzen News findet man auf finanzpalast.de.
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