Nicht nur im Weihnachtsgeschäft versucht der Einzelhandel online wie offline, seine Kunden durch Ratenzahlungs-Angebote zum Kauf zu locken. Kaufe heute, zahle morgen – das ist das Motto. Die Nachteile der Ratenzahlungen werden dabei gerne ins Kleingedruckte verbannt. Nicht selten nämlich werden für die Finanzierungsangebote saftige Zinsen fällig.
Wer in einem Online-Shop einen PC im Gegenwert von 500 Euro auf Raten kauft, zahlt dafür durchschnittlich 10,5 Prozent Zinsen. Bei Online-Versandhäusern können auch schnell 12 bis 14 Prozent fällig werden. Damit fallen die Kosten mitunter sogar höher aus, als wenn die Bezahlung über die Ratenzahlungsfunktion einer Kreditkarte abgewickelt worden wäre. Auch vermeintliche „Nullzins-Finanzierungen“, die Händler anbieten, lohnen sich nicht: Wer in einem solchen Fall bar zahlt, kann immer Rabatte aushandeln – mindestens im Umfang der Refinanzierungskosten des Händlers.
Sofern das Geld gerade nicht zur Verfügung steht, kann ein Ratenkredit weiterhelfen: Er ist oft günstiger als Finanzierungen. Zudem erleichtert die Kreditaufnahme es, den Überblick über die privaten Finanzen zu behalten, was bei Ratenkäufen oft nicht der Fall ist. Fazit: Ratenzahlungen mögen gut für den Einzelhandel sein – für Verbraucher aber gilt: Finger weg!
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