Verbraucherkredite sind trotz der Niedrigzinsphase noch immer vergleichsweise teuer. Das gilt für Ratenkredite ebenso wie Kontokorrentkredite. Wie aus dem Index der FMH Finanzberatung hervorgeht, kostet ein durchschnittlicher Dispositionskredit gegenwärtig 11,34 Prozent. Verfügungen, die über den mit der Bank vereinbarten Rahmen hinausgehen (so genannte geduldete Überziehungen) sind mit 15,77 Prozent sogar noch deutlich teurer. Ratenkredite mit drei Jahren Laufzeit sind derzeit für durchschnittlich 7,56 Prozent im Jahr zu haben. Bei vier Jahren Laufzeit fallen 7,63 Prozent an und Kredite mit 74 Monaten Laufzeit kosten der FMH Finanzberatung zufolge 8,24 Prozent im Jahr.
Banken können sich derzeit zu sehr viel niedrigeren Zinsen refinanzieren und verfügen deshalb über eine sehr große Gewinnspanne. Verbraucherschützer rügen die Konditionen vieler Institute im Verbraucherkreditgeschäft deshalb schon lange. Es ist nach Ansicht von Experten nicht damit zu rechnen, dass Kredite in diesem Jahr billiger werden. Besonders in der zweiten Jahreshälfte drohen sogar noch schlechtere Konditionen, weil dann das Zinsniveau am Kapitalmarkt wieder anziehen und den Banken ein Argument steigende Preise liefern könnte.
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