Experten raten Verbrauchern dazu, ihre Verbindlichkeiten auf den Prüfstand zu stellen und ggf. Umschuldungen vorzunehmen. Grund ist das in vielen Bereichen vergleichsweise niedrige Zinsniveau. So macht es nach Angaben von Finanzberatern durchaus Sinn, genutzte Dispositionskredite oder Saldi auf Kreditkarten mit Kreditfunktion durch einen klassischen Ratenkredit zu ersetzen.
Während ein Dispokredit im Durchschnitt 11,5 Prozent Kreditzins im Jahr kostet und bei revolvierenden Kreditkarten durchaus auch 15 Prozent fällig werden, kosten Ratenkredite mit drei Jahren Laufzeit durchschnittlich etwa 7,5 Prozent Zinsen im Jahr. Das Zinsniveau ist niedrig, weil die Zinsen am Kapitalmarkt insgesamt auf einem niedrigen Niveau sind.
Dies könnte sich in den kommenden Monaten allerdings ändern, weil die allmähliche Erholung von der Weltwirtschaftskrise auch die Europäische Zentralbank zu Zinserhöhungen zwingen wird. Wer einen Ratenkredit als Finanzierungsalternative in Erwägung zieht, sollte keinesfalls das erstbeste Angebot der Hausbank annehmen. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern sind groß und ein ausgiebiger Vergleich lohnt sich häufig. Beim Vergleich sollte allerdings darauf geachtet werden, dass es sich bei den zu bewertenden Angeboten um Darlehen mit einem bonitätsunabhängigen Zinssatz handelt. Ansonsten fällt der Vergleich schwer, weil bei jeder Bank eine individuelle Konditionenanfrage gestartet werden muss.
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